Stadt kämpft gegen
Indisches Springkraut

Das Gewächs verdrängt immer mehr einheimische Arten

Foto: Stadt Münster

Münster - Immer mehr fremde Gewächse wuchern überall in Münster. Gnadenlos verdrängen sie die einheimische Artenvielfalt. Im Juni warnte die Stadt vor dem Riesenbärenklau, jetzt rückt das Indische Springkraut in Visier.

Schon der Name klingt irgendwie unheimlich: Indisches Springkraut (Impatiens glandulifera). Es ist ursprünglich in Indien beheimatet und gilt als invasiv. Im Klartext: Wo immer es wächst, bedroht es ganze Pflanzensystem und damit die heimische Artenvielfalt. Besonders betroffen: Der Waldfriedhof Lauheide, der zwischen Handorf und Telgte in einem Naherholungsgebiet direkt an der Ems liegt - ein einzigartiger Landschaftsgarten mit einer großen Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Diese Artenvielfalt zu bewahren, ist ein zentrales Anliegen der Friedhofsverwaltung der Stadt Münster. Erreicht werden kann das Ziel nur, wenn die einheimischen Pflanzen nicht durch sich rasant ausbreitende Gewächse wie das Indische Springkraut von ihren natürlichen Standorten verdrängt werden.

Noch bis Ende August kämpfen Katrin Lange (Foto, l.) und Aylin Denkler, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Stadt absolvieren, gegen die invasive Pflanze.Und zwar mit vollem Einsatz: Um die Verbreitung des Springkrauts einzudämmen, ist im Bereich der Baumurnengräber nämlich Handarbeit notwendig, denn mit Fahrzeugen und schweren Gerätschaften kann dort nicht gearbeitet werden.