So viel verdienen Boerne
und Thiel in Wirklichkeit

Realitäts-Check im großen Finanz-Ranking

Unsere Lieblingsermittler aus Münster. Hinweis für Fans: Das Foto-Motiv gibt es übrigens im I love MÜNSTER!-Store am Roggenmarkt auf Acryl oder Leinwand

Münster - Wie viel Geld die Tatort-Schauspieler von den Öffentlich-Rechtlichen bezahlt bekommen, ist (vermutlich aus gutem Grund…) ein Geheimnis. Aber könnte sich Professor Boerne im echten Leben einen Wiesmann leisten? Und säße es für Kommissar Thiel nicht mal drin, in eine neue Jacke zu investieren? Der Finanzdienstleister Vexcash hat aufgrund der jeweiligen Besoldungsgruppen und -stufen der Länder inklusive Familien- und Polizeizuschlägen errechnet, wie viel die Ermittler wirklich in der Tasche hätten.

Nicht nur die besten Quoten, auch das höchste Gehalt bekommt der Analyse zufolge Professor Karl-Friedrich Boerne, gespielt von Jan Josef Liefers: Mit rund 6660 Euro brutto im Monat liegt er auf dem ersten Platz. Er ist allerdings ist er kein Kommissar, sondern ein Rechtsmediziner und läuft etwas außerhalb der Konkurrenz. Der nächste Kommissar im Ranking ist Felix Voss aus Nürnberg. Der von Fabian Hinrichs gespielte Hauptkommissar kommt auf ein Monatsgehalt in Höhe von knapp 5160 Euro. Dahinter folgt der Kölner Hauptkommissar Ballauf mit rund 5010 Euro (gespielt wird er von Klaus Behrendt). Dann kommt auch schon Münsters Kommissar Frank Thiel (Axel Pahl), der mit 4890 Euro nach Hause gehen würde. Das knappe Ergebnis ergibt sich auch aus dem Polizei-Zuschlag, der sich - wie auch die Gesamtbesoldung - je nach Bundesland unterscheidet: In Nürnberg liegt dieser bei 160 Euro pro Monat, in Köln und Münster hingegen bei 130 Euro. 

Hat gut feiern und Geld für extravagante Schuhe: Prof. Boerne führt das Gehalts-ranking an. Hier ist Jan-Josef Liefers bei Dreharbeiten im Kuhviertel zu sehen

Foto: Stadt Münster

Die Top-Verdienerin unter den Frauen ist die in Nürnberg als Hauptkommissarin arbeitende Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) mit 4440 Euro monatlich, am Ende des Gesamtrankings liegt die Kieler Kommissarin Mila Sahin, gespielt von Almila Bagriacik, mit rund 2630 Euro brutto pro Monat. 

Würden sich die TV-Kommissare mehr auf die Familie, als auf ihre Fernsehkarriere besinnen, hätten sie übrigens mehr in der Tasche: Denn kaum Kinder und meist ohne Partner bedeutet Lohneinbußen: Rund 83 Prozent der untersuchten Serien-Ermittler und Ermittlerinnen sind ledig. Davon sind 17 Prozent von ihrem Partner oder Partnerin getrennt oder geschieden. Bei knapp fünf Prozent ist der Lebenspartner bereits verstorben. In einer Ehe leben im Tatort derzeit rund 17 Prozent der Serien-Ermittler. 

Das ganze Ranking gibt’s hier.