Velo-Routen: So werden sie aussehen

Erste Musterbaustellen zeigen, wie die schnelle Fahrrad-Trassen aussehen sollen

Münster – Während an der Heisenbergstraße die Erneuerung der Radwege gerade abgeschlossen ist, beginnen schon am nächsten Montag (2. September) die Arbeiten an für eine intelligent beleuchtete Fahrradstraße. Beide Stellen zeigen, wie die Velorouten in Münster bald aussehen könnten.

Phillip Oeinck, Jörn Ludwig und Lukas Weingärtner vom Amt für Mobilität und Tiefbau (v.l.) begleiten die Baumaßnahmean der Heisenbergstraße. - Foto: Stadt Münster

In der Heisenbergstraße können Radfahrer jetzt erstmals in Münster eine Fahrradstraße nutzen, die neue, vom Rat der Stadt beschlossene Qualitätsstandards erfüllt. Für mehr Sicherheit und eine erhöhte Wahrnehmbarkeit des Radverkehrs sorgen eine angemessene Breite sowie Sicherheitstrennstreifen zu parkenden Pkw und die Rotmarkierung der Fahrgasse durch das Einstreuen einer roten Gesteinskörnung in die Fahrbahnoberfläche. In Zukunft sollen die Velorouten, die die Stadt mit dem Umland verbinden werden, in vielen Bereichen so aussehen.

Eine Baustelle abgeschlossen - und es geht weiter!

Ein Kernstück der neuen Velorouten sind die Strecken mit intelligenter Beleuchtung: Am Kanal beginnen zusätzlich ab nächster Woche die ersten Arbeiten an einer 1,5 Kilometer langen Teststrecke, deren Beleuchtung sich danach richtet, ob sie benötigt wird. Durch die intelligente Straßenbeleuchtung wissen Radfahrer und Fußgänger, wo es lang geht. Tiere und Umwelt werden geschont, weil das Licht nicht die ganze Nacht hindurch mit voller Kraft brennt, sondern nur bei Bedarf.

An dieser Fahrradstraße installiert das Amt für Mobilität und Tiefbau eine intelligente Beleuchtung. - Foto: Stadt Münster.

Außerdem soll in Kürze ein mindestens drei Meter breiter Radweg mit Asphaltbelag auf der 28 Kilometer langen Kanalstrecke zwischen Greven und Senden entstehen. Diese Strecke wird in Zukunft eine wesentliche Rolle im Haupt-Radroutennetz der Region spielen.

Das Ziel der Verbesserungen an der Radfahr-Situation in und um Münster: Bis 2025 soll der Anteil des Radverkehrs am Verkehrsgeschehen 50 Prozent betragen. Damit soll das 2016 beschlossene „Radverkehrskonzept – Münster 2025“ umgesetzt werden.

Wie genau das funktionieren soll und welche Maßnahmen sonst noch geplant sind, erfahren Sie übrigens in der gedruckten Ausgabe Nr. 82 von MÜNSTER!

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