Deutscher Chefarzt kickt für die Nationalmannschaft

Eigentlich leitet Dr. Nikolaos Trifyllis die Geburtshilfe im Franziskus-Hopital

Foto: Franziskushopital

Münster - "Die Mannschaft" hat sich bei der letzten WM nicht gerade mit Ruhm beklecklert, unsere Ärzte-Nationalmannschaft hat immerhin die Gruppenphase überstanden... Mittendrin als Rechtsverteidiger: Dr. Nikolaos Trifyllis, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am St. Franziskus-Hospital.

Vom 29. Juni bis zum 7. Juli  fand die 25. Weltmeisterschaft der Ärzte in Mexiko statt. 1200 Mediziner aus der ganzen Welt kämpften bei dem jährlich stattfindenden Turnier um den Titel. Bei dem „World Medical Football Championship“ treten die Ärzte in zwei Altersgruppen – Champions und Masters – gegeneinander an. Das „Masters“-Team, in dem Dr. Trifyllis als rechter Außenverteidiger kickt, schaffte es durch zwei Vorrunden-Siege gegen Gastgeber Mexiko und Katalonien in die KO-Runde. Hier scheiterte die deutsche Elf an den ukrainischen Medizinern und belegte den siebten Platz. Neben der sportlichen Leistung kam auch der fachliche Austausch nicht zu kurz – zeitgleich zum Turnier fand ein fünftägiger Kongress mit verschiedenen medizinischen Vorträgen statt.

Dr. Trifyllis schnürte seine Fußballschuhe bereits als Kind und spielte in Vereinen in seiner Heimatstadt Köln. Die Fußballweltmeisterschaft war seine erste große Turnierteilnahme. Der 46-Jährige ist erst im April zum Team gestoßen. „Ein Freund, der ebenfalls für die deutsche Fußball-Ärztemannschaft spielt, hat mich auf ein Auswahltraining in Rostock aufmerksam gemacht“, berichtet der Chefarzt. Drei Tage musste er dort sein fußballerisches Talent unter Beweis stellen und konnte sich durchsetzen. 

Viel Zeit für gemeinsames Fußballspielen mit dem Team blieb bis zur WM nicht. Einige Benefiz-Spiele und ein Trainingslager mussten als Turniervorbereitung ausreichen. Zwischen den gemeinsamen Übungseinheiten halten die Mediziner sich individuell fit. „Ich kicke regelmäßig nach Feierabend mit den Kollegen in unserer Franziskus Fußballmannschaft“, so Dr. Trifyllis.