Anastasiia wird 11 Jahre alt – doch eine
schreckliche Krankheit lässt sie alles vergessen

Das Mädchen leidet an Kinderdemenz und wird im UKM behandelt

Münster - Tapfer lächelt die kleine Anastasiia in die Kamera. Es ist ihr 11. Geburtstag – doch wie lange sie sich daran erinnern wird, weiß niemand. Sie leidet an Kinderdemenz – eine furchtbare Krankheit, die bisher nicht geheilt werden kann.

Ein ganz „normales“ Kinderleben? Das hat die 11-jährige Anastasiia aus der Ukraine nur selten: Sie leidet an der Niemann-Pick-Krankheit, die Kinderdemenz lässt sie nur noch mit Mühe gehen und sprechen. Seit Monaten ist sie am UKM (Universitätsklinikum Münster) in Behandlung, bekommt regelmäßig ein Medikament gespritzt, das die Verschlechterung der Symptome zumindest aufhält. Zu ihrem elften Geburtstag fand im Familienhaus des UKM, das Anastasiia und ihre Mutter seit einigen Monaten ihr Zuhause in Münster nennen dürfen und wo sie in der schweren Zeit unterstützt werden, eine kleine Feier statt. Mit dabei waren ihre Familie, der behandelnde Arzt und Experte für Seltene Erkrankungen der Kinderklinik am UKM, Prof. Dr. Thorsten Marquardt, sowie Clown Prof. Spargetti. Sie alle haben Anastasiia damit ein Stück Normalität und Kindheit ermöglicht. So konnte sie die Sorgen für einen Moment vergessen.

Anastasiia und ihre Familie sind auf Spenden angewiesen. Wie etwa die 500 Euro die Marleen Kajüter (v.r.) bei einer Sammelaktion für das ukrainische Mädchen zusammenbrachte

Weltweit ist nur jedes 120.000ste Kind ist von Kinderdemenz betroffen. Die Erkrankten verlieren im Jugendalter alle erlernten Fähigkeiten, etwa das Laufen und später auch das Sprechen. Schuld daran ist ein Gendefekt, denn in Anastasiias Körper können bestimmte Fette nicht transportiert werden. Folge: Nach und nach sterben die Gehirnzellen ab.


Dazu kommt, dass das Mädchen aus der Ukraine nicht krankenversichert ist, d.h. die Familie ist auf Spenden angewiesen. 9000 Euro monatlich werden für die Therapie benötigt, die den tödlichen Verlauf der Krankheit verlangsamen kann. Momentan ist Anastasiia dabei auf Spendengelder angewiesen.

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