Unser Münsterland ist vielleicht ne Marke...

Logo und Slogan sollen für unsere Region werben

Text: ANNA-MARIE KREULICH

Greven - „Das Münsterland steht für Sehnsucht und für ein kultiviertes Landleben“, sagt Klaus Ehling, Vorstand zur Münsterland e. V.. Der Verein hat seit seiner Mitgliederversammlung Anfang Juli ein neues Logo und einen neuen Claim. Mit anderen Worten: Das Ziel, das Münsterland zu einer Marke zu machen, ist näher gerückt. Mit einer Markenbildung soll sich das Münsterland im Wettbewerb der Regionen durchsetzen und die Menschen anregen, hierher zu kommen, sich wohlzufühlen und auch zu bleiben. Doch wie sieht es aus, das neue Gesicht? 

Das neue Logo ist eine Mischung aus bunten Klaviertasten, angelehnt an das bisherige Logo. Klingt unspektakulär, doch es steckt mehr dahinter. „Wir sind nicht in einer einzigen Disziplin Weltmeister, deshalb macht das Münsterland aus, dass es die Summe der Teile ist“, sagt Klaus Ehling. Übersetzt auf das Logo: Die zwei grauen Tasten bilden ein M und stehen für die Städte, spielen somit auf die Wettbewerbsfähigkeit in Technologie und Industrie an. Die farbenfrohen Balken repräsentieren die ländlichen Gebiete mit ihrer Natur, den Wäldern, Bergen und den Schlössern. Fast wie ein Regenbogen wirken die Tasten mit ihren leuchtenden Farbtönen von gelb bis blau. Wenn hier nicht die Lebensfreude der Region deutlich wird… 

Der Münsterländer Pferdefan findet seine eigene Interpretation und erkennt im Logo zwei Pferdeohren, den Kopf und den Rücken des Pferdes. Eine Andeutung auf die 230 Kilometer lange Warendorfer Reitroute etwa? Egal, wie man das neue Logo interpretiert, eins wird dabei immer deutlich: Das Münsterland will eine harmonische Stimmung zwischen Land und Stadt, Arbeit und Erholung, Kultur und Wissenschaft bieten.

Für die Freunde von Wortspielen bietet der Claim „Das GUTE LEBEN“ eine Doppeldeutigkeit, die Groß-und Kleinschreibung macht es möglich: Entweder „das Gute leben“ oder „das gute Leben“. Beim einen profitiert der Münsterländer oder der Urlaubsgast von der Lebensqualität, bei dem anderen gestaltet man das Leben tatkräftig selbst mit. Ein einfaches Wortspiel mit klarer Message: Hier wird ein Nehmen und Geben gefordert. Dr. Kai Zwicker, der neue Aufsichtsratsvorsitzende, wünscht sich deshalb: „DAS GUTE LEBEN soll in Zukunft neben dem Münsterland e.V. von möglichst vielen Institutionen, Städten, Gemeinden, Multiplikatoren und Akteuren gelebt werden.“

Als erstes soll allerdings die Marke selbst gestärkt und greifbarer gemacht werden. Dafür wurden im vergangenen Jahr drei Ideen für Bedeutungsprojekte vorgestellt: So beschäftigte sich das Projekt „Picknick^3“ damit, die Identität des Münsterlandes in allen Lebensbereichen und -orten sichtbar zu machen. Beispiele für die Umsetzung war der im September 2018 durchgeführte Wettbewerb, der die schönsten Picknickplätze suchte. 

Das Projekt „münster.land.leben“ setzt sich zum Ziel, das Leben durch zukunftsfähige Lösungsideen im Gesundheits- und Versorgungsektor zu verbessern. Die dritte Idee kümmert sich darum, mehr Fachkräfte an die Münsterländer Unternehmen zu binden und potentielle künftige Mitarbeiter vom Standort und dessen Lebensqualität zu überzeugen. Das Projekt heißt „onboarding@muensterland“.

Als nächsten Schritt sieht der Verein vor allem den Austausch und die Kommunikation. Sei es eine Konferenz über die Mobilität im ländlichen Raum, ein Wettbewerb für den besten Businessplan oder eine landesweite touristische Innovationswerkstatt, doch so wird sich nach und nach das neue Gesicht des vielfältigen Münsterlandes formen.