Münsters Kunst erobert Kreuzberg

Installation in Berliner Kirche zu sehen

Flammenzungen, die vom Himmel kommen : Erste Eindrücke der Installation „Lux²“ der Münsteraner Künstler Rupert König und Marius Stelzer in der St.-Bonifatius-Kirche in Berlin-Kreuzberg.

Fotos: Rupert König

Münster/Berlin - In einem magischen Licht leuchten die 2019 Plexiglasquadrate, die an dünnen Nylonfäden über dem Mittelgang in der St.-Bonifatius-Kirche in Berlin-Kreuzberg hängen. Flammenzungen, die vom Himmel kommen. Münsters Kunst erobert Berlin!

„Sie sind das Sinnbild für Pfingsten“, erklärt Rupert König. Der Leiter des Kirchenfoyers in Münster hat zusammen mit Dr. Marius Stelzer, Personalentwickler im Bistum Münster, eine multisensuale Installation mit dem Titel „Lux²“ für die Berliner Kirche entwickelt. Der Anlass: der Karneval der Kulturen an Pfingsten. 

Karneval der Kulturen

„Wir freuen uns, dass wir mit unserer Installation zu Gast in der Hauptstadt sein dürfen“, erklärt König stolz. Schließlich rechnen die Konzeptkünstler mit rund 5000 Besucherinnen und Besuchern allein während des Karnevals der Kulturen. Der Straßenumzug zur Demonstration der kulturellen Vielfalt führt unmittelbar an der Bonifatiuskirche vorbei.  

Die Besucher erwartet darüber hinaus ein besonderer Geruch im Kirchenraum. „Incense 2.0 – Sakral Smoke“ lautet der Name des Dufts, der beispielsweise die Stoffe Hedion, Iso-E-Super und Geraniol enthält. „Diese Komponenten entfalten eine Wirkung im menschlichen Körper“, erklärt der Leiter des Kirchenfoyers. So verstärkten sie zwischenmenschliches Vertrauen, machten gelassener und wirkten entspannend. Bereits für ihre Installationen „silentMod“ 2016 im Kölner Dom und „Vitamorphose“ in der Münsteraner St.-Lamberti-Kirche 2017 hatten sie gemeinsam mit dem Zellphysiologen Professor Hanns Hatt die Duftstoffe ausgewählt. Für „Lux²“ kreierte der Berliner Parfumeur Marc vom Ende daraus einen neuen Duft. Begleitet wird die Installation von einem Soundtrack aus elektronischen Ethno-Klängen und einer Laserinstallation. 

Zu sehen mindestens bis Pfingsten.