Ein bisschen Wehmut ist dabei

Münster - Am Bült haben die Aufräumarbeiten im Restaurant „ET up'n Bült“ begonnen, das nach 41 Jahren seine Tore schließt. Die Besitzer blicken auf gesellige Abende und prominente Gäste zurück.

Von Lotta Krüger

Nach 41 Jahren erfolgreichem Betrieb schließt das beliebte Münsteraner Lokal „ET up'n Bült“. Walburga und Gerd Schulnies, von denen das Restaurant seit 1978 geführt wurde, haben sich nun dazu entschieden, in den wohlverdienten Ruhestand zu treten. „Nach 41 Jahren ist man einfach müde“, begründet Gerd Schulnies die Schließung. Jetzt hat das große Entrümpeln begonnen. „Die Kaffeemaschine, mit der wir hier vor über 40 Jahren angefangen haben, kann man inzwischen im Museum ausstellen!“, lacht der 66-Jährige. Nicht nur die Kaffeemaschine muss raus. Um die komplette Einrichtung vom Weinglas bis zum Milchkännchen loszuwerden, lädt das Ehepaar während der Aufräumarbeiten jeden Mittag von 11 bis 13 Uhr dazu ein, die alte Ausstattung des Lokals zu durchstöbern.

Ehemalige Gäste des Restaurants können für wenig Geld nicht nur ihren Porzellanbestand aufstocken, sondern sich dadurch auch ein Andenken an die gemütlichen Abende im „ET up'n Bült“ sichern. Ob auch ein wenig Abschiedsschmerz dabei sei? Gerd Schulnies verneint, es sei stimmig, jetzt aufzuhören. „Ein bisschen wehmütig bin ich schon“, sagt seine Frau Walburga. Am meisten werde sie das alltägliche Geschäft vermissen, den vielen Kontakt zu den Menschen, die Geselligkeit. Wer nach dem „ET up'n Bült“ in das Gebäude am Bült einziehen wird, steht noch nicht fest. Über die Jahre haben sich Mängel angehäuft, die erst einmal Bauarbeiten erfordern, bis ein neuer Besitzer übernehmen kann. Ob auch die Nachfolger es schaffen werden, Prominente wie Dieter Hallervorden und Udo Jürgens als ihre Gäste zu gewinnen, wird sich wohl erst im nächsten Jahr zeigen.