Tag des offenen Denkmals am 8. September

Ein vielfältiges Programm erwartet Besucher am kommenden Sonntag in alten und neuen Denkmälern in ganz Deutschland

Im Bauerngarten am Haus Heidhorn können die Besucher den fleißigen Honigbienen am Tag des offenen Denkmals bei der Arbeit zusehen.

Münster - Der Tag des offenen Denkmals am 8. September lädt dazu ein, Denkmäler in der Umgebung kennenzulernen. Allein in Nordrhein-Westfalen nehmen fast 1000 Gebäude in 210 Städten und Gemeinden teil und öffnen ihre Türen für neugierige Besucher. Das Programm ist vielfältig und reicht von Natur über Musik bis hin zu Literatur, Geschichte, Kunst und Architektur.

Von Lotta Krüger

So bietet die NABU-Naturschutzstation Münsterland Führungen durch das barrierefreie Naturerlebnisgebiet Haus Heihorn an. Mit interaktiven Stationen und einem Biotoperlebnisgarten inklusive Barfußpfad lässt sich die heimische Tier- und Pflanzenwelt neu entdecken. Auf der Erlebnisreise lernen die Besucher auch einen Imker und seine fleißigen schwarz-gelben Mitarbeiterinnen kennen und können eine Spritztour mit einem elektrobetriebenen Dreirad-Tandem machen. Die Führungen sind barrierefrei und somit für jeden zugänglich. Barrierefreien Ausflügen widmet sich auch die Oktober-Ausgabe des MÜNSTER Magazins.

Auch die Burg Hülshoff lädt am Sonntag zum „Offenen Denkmal“ ein. Das Center for Literature präsentiert auf der Burg in Havixbeck mit den "Droste Songs" das musikalische Werk der Dichterin und Komponistin. Interpretiert werden die Lieder von der Band "Christopher Bruckman und die Busen verschiedener Frauen", die neben Droste-Hülshoffs Stücken auch eigene Songs improvisieren wird. Im Rüschhaus in Münster kann man außerdem den späteren Lebens- und Schaffensort der berühmten Münsteranerin kennenlernen und bei einer literarischen Führung durch den Barockgarten auf ihren Spuren wandern. Geleitet werden die englischsprachigen Führungen vom britischen Autor und Filmemacher Stevie Ronnie, der die Besucher unter dem Motto „Dialogue with the Flight of Time“ mit auf eine Reise nehmen wird – von Droste-Hülshoffs Zeiten bis heute. Anschließend zeigt Ronnie in der Tenne noch drei Poesiefilme aus seinem aktuellen „Arctia-Projekt“.

Der landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW lädt ebenfalls interessierte Besucher in seine Häuser ein. So können Neugierige beispielsweise die Bezirksregierung Düsseldorf, das Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen und die „Ehemalige königliche Oberzolldirektion“ Münster erkunden und sich von Experten durch die Gebäude führen lassen.

Auch Kirchen nehmen am Tag des offenen Denkmals teil: Die Sankt Sebastian Kirche in Amelsbüren lädt dazu ein, etwas über ihre jahrhundertealten Glocken zu lernen. Die Führung durch Glockensachverständige beinhaltet eine Einführung in die Kirchengeschichte, eine Turmbesteigung und die Besichtigung der Glockenstube. Besucher bekommen eine Analyse der Glockentöne geboten und können das Anschlagen der Glocken, die Inschriften und den Zierrat erkunden.

In Telgte öffnet das Pfarrheim St. Johannes unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ seine Türen. Nachdem 2012 der Abriss der 1964 fertiggestellten St. Johannes Kirche verhindert wurde, steht sie heute als Pfarrheim in der Denkmalliste der Stadt Telgte.

Informationen zu Uhrzeiten der Führungen und zahlreichen weiteren Programmpunkten gibt es hier.