MÜNSTER! Magazin

Der Gasometer ist seit 1954 Skyline-prägend und gehört zum Stadtteil Gremmendorf. Der stillgelegte Erdgasspeicher soll verkauft werden. Foto: Cornelia Höchstetter  

N°128


GREMMENDORF –
grün und immer größer

Münster ist wie ein Puzzle. Viele Teile ergeben das ganze Bild. In unserer MÜNSTER!-Serie stellen wir unsere Stadtteile vor. Diesmal ist Gremmendorf  an der Reihe – ein recht junger Stadtteil, der sich in naher 
Zukunft wohl wie kaum ein anderer in Münster verändern und wachsen wird. 

Text Cornelia Höchstetter


WO IST GREMMENDORF? 

Der Stadtteil schmiegt sich an den Südosten der Kernstadt jenseits des Dortmund-Ems-Kanals. Der Kanal begrenzt Gremmendorf im Westen und Nordwesten, das Gewerbegebiet Loddenheide gehört ebenso wie der Gasometer zu Gremmendorf. Im Osten bildet ein Teil der Werse die Grenze. Im südlichen Gremmendorf sind es beinahe fließende Übergänge nach Angelmodde und auf der anderen Seite des Albersloher Weges schiebt sich der Wald des Großen Loddens zwischen Hiltrup-Ost und Gremmendorf. Etwa 12.000 Menschen leben dort – mit dem künftigen York-Quartier wird Gremmendorf bald um ein Drittel wachsen. 

Historisches 

„Dat war ja alles Sumpf“, erklärt Wolfgang Klein, ehemaliger Politiker und Ehrenmitglied in 
der KG Pängelanton, zum Anfang Gremmendorfs. Gärtnereibesitzer Karl Disselkamp (Anfang 20. Jahrhundert) habe das Land trockengelegt und es urbar gemacht. Gremmendorfs Entstehung jedoch hing mit der Westfälischen Landeseisenbahn (WLE) zusammen, mit der Streckenführung von Münster nach Lippstadt. Erst gab es lediglich eine Bauerschaft namens „Delstrup“ mit 13 Höfen, die bis dahin zur „Landgemeinde Lamberti“ und zu Mauritz gehörten. Im April 1901 wurde die Bauerschaft nach Münster eingemeindet. 1903 wurde die Bahnstrecke nach Lippstadt fertig. Am heutigen Eck Albersloher Weg/Erbdrostenweg errichtete die WLE einen Bahnhalt und nannte ihn „Gremmendorf“ – wegen der Nähe zum Hof Gremme. Daraufhin siedelten sich jedenfalls immer mehr Bedienstete der WLE an. Wohl nur zögerlich, weil die Stadt Münster hier nicht für ein öffentliches Netz mit Wasser, Strom und Kanalisation sorgte. Um 1920 soll Gremmendorf aus etwa 30 Häusern bestanden haben. Doch die Gremmendorfer waren pfiffig: 1923 gründeten sie den Ortsverein und kümmerten sich selbst. Ebenfalls prägend für Gremmendorf war die Ansiedlung der Kasernen in den 1930er Jahren. Die Loddenheide wurde zum Militärstützpunkt und am Albersloher Weg entstand 1936 die Luftnachrichtenkaserne. Der Kasernen-Entwicklung zufolge gab es immer mehr Wohnstraßen in Gremmendorf. Nach dem Zweiten Weltkrieg über­nahmen die Briten die York-Kasernen und bauten Siedlungen für Militärangehörige. So wuchs der Stadtteil auf der einen Seite um Vorstadt-Villen, Einfamilienhäuser und große Grundstücke, auf der anderen Seite um den Kasernenkomplex.

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So sah 1940 der Eingang zur damaligen Fliegernachrichtenkaserne aus. Wer am Albersloher Weg vorbei fährt, erkennt heute noch große Ähnlichkeiten.  Foto: Sammlung Stoffers/Münsterländische Bank/Stadtarchiv 

Das Gewerbegebiet am Höltenweg entstand bereits in den 1970ern. Ganze 88 Hektar groß ist der Gewerbepark Loddenheide mit teils bundesweit oder global agierenden Unternehmen, Einzelhandel, Märkten, Autohäusern und vielem mehr. Bis in den Herbst 1993 war die Loddenheide britisches Sperrgebiet und danach wurden alle Bauten mit Ausnahme der Garnisonskapelle abgerissen. Daraus wurde die Friedenskapelle, ein beliebter Veranstaltungsort (über das 20jährige Jubiläum haben wir mehrfach berichtet). 1998 eröffnete der Dalai Lama zum 350-jährigen Jubiläum des Westfälischen Friedens den Friedenspark mit See und Kunstwerken. Im November 2012 übergaben die britischen Truppen die York-Kaserne zurück an Münster. Das Gelände heißt heute York-Quartier. Aus der Konversionsfläche wird ein neues großes Stück Gremmendorf, siehe Zukunft.

Was ist typisch gremmendorf? 

Die Ausfallstraße von der Stadt aus, den Albersloher Weg, kennen die meisten Autofahrer als schnurgerade Durchgangsstraße mit üppigem Baumbestand. Aktuell ist die Straße allerdings baustellen- und staugeprägt. Fahrradfahrer verzweifeln stadtauswärts an der direkten Strecke, weil es keinen durchgehenden die Straße begleitenden Radweg bis zur Kreuzung Hiltrup-Ost gibt. Dafür wird jeder Umweg quer durch mit Grün und kleinen Waldstücken belohnt und in Zukunft soll die Veloroute nach Sendenhorst durch Gremmendorf führen. Absolut typisch: Gremmendorf ist nochmal grüner als andere Stadtteile: Große Gärten und Grundstücke umgeben Villen oder Einfamilienhäuser. Baumansammlungen, Mini-Wäldchen, Baumreihen und Alleen flankieren die Wohnstraßen. Straßen? Oh nein: Gremmendorf ist der Stadtteil der Wege: Straßennamen enden fast alle auf „…weg“ – Ausnahmen sind etwa die „Egbert-Snoek-Straße“ (siehe Who is Who) oder die Eulerstraße. … Typisch Gremmendorf ist der Blick zum Himmel, wenn dort bunte Punkte schweben: Gremmendorf hat am Kanal einen eigenen Ballonstartplatz. 

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„Gartenwohnen“ im York-Quartier, teils fertig, teils im Werden: Geplant sind Urban Gardening, Gemeinschaftsgärten und grüne Dächer.  Foto: Cornelia Höchstetter 

Wie lebt es sich da? 

Gremmendorf liegt mit einer Entfernung von vier Kilometern sehr nah an der Innenstadt. „Die Kombination macht es aus: gleichzeitig fast in der Stadt und doch draußen im Grünen“, schwärmt Bezirksbürgermeister Peter Bensmann, der seit 1992 in Gremmendorf lebt und sich dort sehr wohl fühlt. Über den Lütkenbecker Weg und den Lindberghweg  radelt man schnell in Münsters Mitte. Pendler sind flott am Bahnhof oder kommen als Autofahrer über den Albersloher Weg sofort auf die Umgehungsstraße und Richtung Autobahn. Es gibt das große Industriegebiet und doch viele ruhige abgeschiedene Bereiche. Der ehemalige Kasernenbereich prägte den Stadtteil – jahrzehntelang war er eine Art Sperrgebiet mittendrin, das jetzt langsam vom Stadtteilleben erobert wird. Zur Infrastruktur zählen unter anderem ein Kinder- und Jugendtreff, die Ida-Schule (Grundschule), bald die neue vierzügige York-Grundschule mit Platz für bis zu 450 Schulkinder, zum Schuljahr 2025/2026 soll die Schule starten. An der St. Ida Kirche gibt es eine Bücherei, im Stadtteil das Familienzentrum Janusz-Korczak-Haus, das Offizierskasino soll ein Begegnungshaus werden, zwei weitere Kitas sind noch geplant, ebenso ein offener Treff für Kinder und Jugendliche und eine Zweifachsporthalle, im York-Quartier gibt es zudem eine Dirtbike-Anlage, die demnächst Teil des großen Bürgerparks sein wird. Zu den zahlreichen Vereinen gehören Sport- (SC Gremmendorf 1946 e.V.), Tennis-, Reitvereine und mehr, der Orts- und der Schützenverein, der Montgolfierenclub Gremmendorf e.V., die Karnevals-Gesellschaft Pängelanton von 1932 e.V., das Eisenbahn-Museum und die Niederdeutsche Heimat-Bühne der KG Pängelanton sowie der Schützen- und Historische Feuerwaffen-Verein Münster e.V. oder der Chor once again e.V. und noch einiges mehr. Jeden Freitag ist von 13.30 bis 18.30 Uhr Wochenmarkt am Gremmendorfer Weg.  

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Die künftige Mitte Gremmendorfs von der Kreuzung aus mit Blick auf den Albersloher Weg und beginnender Meile. Wo noch eine große Pfütze zu sehen ist, wird am künftigen Yorkshire (unten links) Platz gebaut. Der Pängelanton (oben rechts) ist eins der Gremmendorfer Wahrzeichen und prägend für das ehemalige Kasernengelände sind Klinkerbauten.
Fotos: Cornelia Höchstetter 

Wer arbeitet dort? 

Die Loddenheide ist eine Ansammlung großer Arbeitgeber, unter anderem: Westfalenfleiß, Autohäuser wie Beresa, Berkemeier oder Lütke-Uphues, das Agravis Distributionszentrum, Ratio, Marktkauf, das Hauptzollamt, BabyOne, die Oberfinanz­direk­tion NRW, die Agentur für Arbeit Münster-Ahlen, das Asphaltmischwerk, die Gautzsch Elektro Verwaltungs GmbH, die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster und viele, viele mehr. Dazu hat Gremmendorf (mit dem benachbarten Stadtteil Angelmodde) einen Gewerbeverein mit 54 Mitgliedern, ein Netzwerk kleiner und mittlerer Unternehmer, Selbstständiger, Handwerker, Dienstleister und Einzelhändler. Die Interessensvertretung engagiert sich in der Stadtteilentwicklung, Jan Christoph Borghorst von der Linden Apotheke ist der Vorsitzende. „Diese Mischung macht Gremmendorf aus“, findet er. Im Grünen sitzt das Pflanzenzuchtunternehmen Vol­mary, das am Kaldenhofer Weg die Landschaft etwas bunter macht. 

Was wird gefeiert? 

Vorne dran die Schützenfeste für Groß und Klein im August, in diesem Jahr feierte der Orts- und Schützenverein sein 100-jähriges Bestehen. Die Karnevalsgesellschaft zelebriert ihre Gala am Paohlbürgerhof am Heumannsweg. Alle paar Jahre findet das „GrAngefest“ statt, eine Wirtschaftsschau des Gewerbevereins auf dem Gelände des York-Quartiers. In der Friedenskirche feiert dank des bunten Programms das Publikum Künstler und Musiker.

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LINKS Jan Christoph Borghorst (links) von der Linden Apotheke, zugleich Vorstand des Gewerbevereins Gremmendorf-Angelmodde, und Wolfgang Klein, ehemals Rats­mitglied der Stadt Münster und engagiert in der KG Pängelanton.  
RECHTS Bringt Farbe nach Gremmendorf: Eines der im Stadtteil ansässigen international agierenden Unternehmen ist das Familien­unternehmen in  der dritten Generation: Gemüse- und Blumenzucht Volmary. 
Fotos: Cornelia Höchstetter 

Who is Who? 

Da wäre jener Karl Disselkamp. Der Baumschulen- und Gärtnereibesitzer soll laut histo­rischen 
Zeitungsberichten durch Kultivierung und Entwässerung „52 Morgen Land als Grundstock für das kleine Vor­ortstädtchen“ gelegt haben. Er ist eins der Ehrenmitglieder in der Karnevalsgesellschaft Pängelanton von 1932. Disselkamp war auch bei der ersten Bahnfahrt der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) von Münster bis Neubeckum dabei.  

Ein anderer, dem in Gremmendorf eine Straße gewidmet ist, ist Egbert Snoek (1913–2005). Er gründete die Ratio Handel GmbH als Deutschlands ersten Selbstbedienungsgroßmarkt, unterstützte das Wolfgang-Borchert-Theater mit Investitionen, kaufte und renovierte die Friedenskapelle. Ab 1980 war er Präsident des Westfälischen Reitervereins in Münster.  

Ebenfalls „ein Kind der Loddenheide“ war Anton Knubel (1857–1915, ihm gilt der Anton-Knubel-Weg): Der Radsportler aus Münster nahm an den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen teil – er fuhr Hochräder sowie die heute „normalen“ Niederräder. Der gelernte Drechsler gründete Münsters ersten Velociped-Handel, auf den das heutige Autohaus Knubel zurückgeht. Vor allem aber eröffnete er in der Loddenheide eine „Flugzeugbauanstalt“ für Ein- und Doppeldecker. Bei einem Testflug verunglückte er tödlich. 

Ab ins Grüne: 

Die Gremmendorfer haben die Qual der Wahl: ans Ufer von Werse oder Angel, in den Wald des Großen Lodden, ins Grüne Richtung Heumannsweg oder bald in den geplanten Landschaftspark am York-Quartier. 

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Grünes Gremmendorf: Allee zum Heumannsweg. Foto: Cornelia Höchstetter

Das schönste Haus? 

Subjektiv gesehen ist das ehemalige Offizierskasino ein verdienter Anwärter auf ein besonders schönes Gebäude Gremmendorfs. Es soll ein Begegnungshaus der Bürger aus Alt- und Neu-Gremmendorf werden. Kein Gebäude, aber ein Monument ist der der Pängelanton, eine Dampflok der Baureihe T 9/3, Baujahr 1902, die an der Ecke Albersloher Weg/Erbdrostenweg steht, wo der erste Gremmendorfer Bahnhalt war. „Pängelanton“, weil die Loks früher an den Bahnübergängen Warnsignale mit einer Glocke gaben, die wie „päng, päng, päng“ klangen.  

Für Bezirksbürgermeister Peter Bensmann wird der Gasometer  in Zukunft eine bedeutende Rolle im Stadtbild Gremmendorf einnehmen und kann ein neues Wahrzeichen von Gremmendorf werden. Nach Redaktionsschluss fällt die Entscheidung, wer den Gasometer künftig kaufen und welches Projekt dort verwirklicht werden darf.  

Wolfgang Klein nennt als „schönstes Haus“ das ehemalige Haus Sebon, ein Kotten, der früher als 
Kaffeewirtschaft berühmt war und heute eine Wohnanlage ist (siehe MÜNSTER! 02/22).  

Bestes Vorzeigeprojekt? 

Noch in den Planungen steckt die Auszeichnung für das Ehrenamt in Südost, das Gewerbevereins-Vorsitzender Jan Christoph Borghorst, der Gewerbeverein Wolbeck und Bezirksbürgermeister Peter Bensmann initiierten: Am Dienstag, 3. (Feiertag), oder Freitag, 27. Oktober, sollen im Rahmen eines Festes all jene geehrt werden, die sich ehrenamtlich für den Südosten Münsters einbringen. 

Auch ein Vorzeigeprojekt: Normalerweise an jedem ersten Montag im Monat findet die Veranstaltungsreihe kultur_VorOrt_167 statt. Seit 2004 gibt es das Programm aus Musik, Theater und Vorlesungen. Erst im Haus Heuckmann – als dessen Wirt Thomas Leugner in den Friedenskrug ging, wanderte kultur_VorOrt_167 mit. 

essen und trinken

Verteilt in Gremmendorf sind allerlei Einkehrmöglichkeiten: der Biergarten von Hotel Münnich, der Friedenskrug als eine Art Stadtteilleben mit diversen Veranstaltungen, das Restaurant Düppe, das früher der alte Milchladen war. Auf der sogenannten „Meile“ gibt es das Eis­café Salvo, diverse internatio­nale Spezialitäten, mehrere Bäckereien mit Cafés – auch mehrere im Ort. In der Lodden­heide zieht es die Hungrigen ins Restaurant Artusi. Diese Aufzählung beruht nicht auf Vollständigkeit!

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Baupläne und Wohnquartiere für das York-Quartier. Foto: Cornelia Höchstetter 

Größtes Problem? 

Fluch und Segen ist der Albersloher Weg. Der steht für Erreichbarkeit, aber auch für Stau und viel Verkehr. Aktuell lähmen die Bauarbeiten den Durchgangsverkehr. Viele Bewohner fragen sich, wie das werden soll, wenn alle neuen Einwohner in die neuen Baugebiete eingezogen sind und zusätzlich den Albersloher Weg nutzen. 

Anderes Problem: „In Gremmendorf ist es ein bisschen wie in Amerika, wie ein Dorf ohne Zentrum“, vergleicht der Bezirksbürgermeister Peter Bensmann, der deshalb froh um die Konversion ist (siehe Zukunft).

Warum Sollten Sie gremmendorf un­bedingt besuchen? 

Rad- und Wanderwege ziehen sich durch den Stadtteil, ganz besonders hervorzuheben ist der Weg an der Werse. Spannend ist es jetzt auch noch, das Werden des York-Quartiers zu beobachten und die letzten Spuren des britischen Kasernenlebens zu erahnen.  

zukunftspläne: 

Größtes Zukunftsprojekt ist zweifelsohne das neue York-Quartier. Auf 50 Hektar des ehemaligen Kasernengeländes entstehen gut 1.800 Wohneinheiten und Platz für weitere Infrastruktur mit Nahversorgung und Naherholungsmöglichkeiten – und Platz für das gemeinsame Zentrum Gremmendorfs, das sich auf beiden Seiten des Albersloher Weges ausbreiten soll. „Ich glaube, dass man in dem neuen Zentrum die trennende Wirkung des Albersloher Weges aufheben kann, denn die Planer versuchen, die Meile, die bald Boulevard heißen soll, und die neue Mitte am künftigen Yorkshire-Platz zu verbinden – zum einen optisch mit einer durchgehenden Pflasterung– so werden auch die Autofahrer ausgebremst und merken, dass sie durch eine Mitte fahren.“ Bürgermeister Bensmann erklärt, dass der Einzelhandel und die Gastronomie so aufgeteilt werden, dass die Menschen immer hin und her müssen und nicht auf einer Seite bleiben. „Das Überqueren der Straße muss natürlich vereinfacht werden“, meint Peter Bensmann. Auf der Meile/dem Boulevard werden die Parkplätze neu angeordnet und es soll mehr Platz für Außengastronomie geben. Auch auf dem Yorkshire-Platz – Sichtachsen sollen die beiden Zentrumsteile verbinden, von den Cafés aus soll man rüber schauen können.    

Wenn die einen von „Veränderung“ reden, spricht Peter Bensmann von „Erweiterung“: „Bis 2030 werden wir 5000 neue Bürgerinnen und Bürger in Gremmendorf willkommen heißen.“ Dass das eine Herausforderung auch für die Infrastruktur ist, weiß der Bürgermeister. Für ihn ist es notwendig, dass der Albersloher Weg von der Westfalen Tankstelle bis zum Osttor zweispurig ausgebaut werden müsse. „Es gibt Pläne und Anträge“, das sei der Stand jetzt. Eine Herausforderung werde es auch für die Sportvereine. „Das ist tatsächlich noch ein Riesenproblem, denn jetzt schon haben alle Sportvereine Wartelisten“, sagt Bensmann. Da müssen von städtischer Seite weitere Sportflächen zur Verfügung gestellt werden und die Vereine müssen sich einstellen, „etwa eine Art Willkommensmappe für Neubürger vorbereiten“.  

Zum York-Quartier kommen in weiterer Zukunft Wohnentwicklungsprojekte wie die Hafenkante SüdOst oder das an der Nieberdingstraße. Die Westfälische Landeseisenbahn soll ab Ende 2026 rollen und in Gremmendorf zwei Haltepunkte haben. „Die Elektrozüge sind schon bestellt, die Flüsterreifen werden die Zweifler überzeugen“, meint Bezirksbürgermeister Peter Bensmann.  

web.muenster.de/gremmendorf 
kulturvorort167.de 
ortsschuetzenverein-gremmendorf.de
yorkquartier.de
stadt-muenster.de/stadtplanung/stadtteile/zentrum-gremmendorf
gewerbeverein-gremmendorf-angelmodde.de
kvo167.wordpress.com
paengelanton.de